Geschichte

Noch bis ins Jahre 1996 teilten sich das Museum für Kunst und Geschichte und das Museum für Naturgeschichte die Räume mehrerer Gebäude auf dem Fischmarkt. Im Laufe der letzten Jahrzehnte vervielfachten sich beider Sammlungen und Aktivitäten jedoch derart, dass eine Trennung der beiden Museen unumgänglich wurde.

Seit den siebziger Jahren wurde nun nach einer angemessenen Lösung gesucht. Am 6. Februar 1986 schließlich stimmte die Abgeordnetenkammer ein Gesetz zum Wiederaufbau und Restaurierung des ‘Hospice-Saint-Jean’ und die Umwandlung dieser historischen Einrichtung in ein Museum für Naturgeschichte. Die anschließende Trennung des Staatsmuseums in ein Nationalmuseum für Geschichte und Kunst und ein Nationalmuseum für Naturgeschichte durch das Gesetz vom 28. Dezember 1988, spiegelt die parallele Entwicklung zweier Kulturinstitute wider, die beide zur Bereicherung der Kultur im Großherzogtum beitragen.

Seit 1996 empfängt das Nationalmuseum für Naturgeschichte nun seine Besucher in drei Gebäuden entlang der Münstergasse im Stadtgrund. Jedes Gebäude dient einer bestimmten Aufgabe. So beherbergt das ‘Hospice-Saint-Jean’ die Dauerausstellungen und Sonderausstellungen. Das Gebäude der pädagogischen Abteilung des Museums verfügt über drei Klassenzimmer um Kinder und Jugendliche zu empfangen und auf ihre Umwelt aufmerksam zu machen.

Die wissenschaftliche Forschungszentrum verfügt über sechs Laboratorien mit Büros und zwei Lagerräume für die Sammlungen. Eine Forschergruppe, aber vor allem ehrenamtliche Mitarbeiter, untersuchen dort die Ausstellungsexemplare und sammeln wichtiges Datenmaterial über den Gesundheitszustand der Natur in Luxemburg.

Der Umzug des ‘natur musée’ in ein neues Gebäude ermöglichte vor allem eine modernere Aufarbeitung der Ausstellungsexemplare. Zehn Säle für Dauerausstellungen, drei Säle für Sonderausstellungen, ein Vorführungsraum, ein Konferenzsaal, sowie zwei Gärten, ein Shop und eine Cafeteria stehen den Besuchern zur Verfügung. Alle Bedingungen sind erfüllt um den luxemburgischen und ausländischen Besucher bestens zu empfangen.