Die Entwicklung der Gefäßpflanzen in 10 Fossilien erzählt
Das Leben auf dem Planeten Erde entstand allgemein im Meer, so auch die ersten Pflanzen. Die ersten pflanzlichen Lebewesen waren einzellige Meeresalgen. Im Erdaltertum (Paläozoikum) wurde das Festland erst von Bryophyten (Moose, Lebermoose), dann von Gefäßpflanzen erobert. Letztere sind wegen ihrer Gefäße, die den Saft in der Pflanze weiterleiten, besonders geeignet, um in die Höhe zu wachsen.

In der Entwicklung der Gefäßpflanzen lösten sich vier Gruppen im Laufe der Erdgeschichte nach und nach auf dem Kontinent ab. So überließen die ursprünglichen Gefäßpflanzen (Psilophyten), darunter Rhynia ihren Platz den Sporenpflanzen (Pteridophyten: Urfarne, Farne, Schachtelhalme) am Ende des paläozoikums. Im Erdmittelalter (Mesozoikum) verbreiten sich die Nacktsamer (Cycadophytina, Taxalen, Koniferen, Ginkogewächse) und drängten die Sporenpflanzen zurück. Seit der Kreidezeit, am Ende des Mesozoikums, herrschen die Bedecktsamer (Angiospermen: Blütenpflanzen) vor, neben einigen Urformen von Farnen und Nacktsamern (Nadelbäume, Cycas, Ginkgo…). Die hier angegebenen geologischen Zeitabschnitte der Erdabschnitte der Erdgeschichte findet man auf der geologischen Zeitskala wieder. Klicken Sie sich durch die einzelnen Abschnitte durch. Die gezeigten Fossilien stammen alle aus den paläontologischen Sammlungen des Museums. Der Text entstammt dem Katalog der Ausstellung „350 Millioune Joer Bësch“ aus dem Jahr 2002. Eine Reihe der Objekte werden auch in den neuen Dauerstellungen nach der Neugestaltungsphase Anfang 2017 zu sehen sein.
Devonzeit: vor 408 bis 355 Millionen Jahren
Karbonzeit: vor 355 bis 295 Millionen Jahren
Permzeit: vor 295 bis 250 Millionen Jahren
Triaszeit: vor 250 bis 203 Milloinen Jahren
Jurazeit: vor 203 bis 135 Millionen Jahren
Kreidezeit: vor 135 bis 65 Millionen Jahren
Tertiär: vor 65 bis 2 Millionen Jahren
Quartär: vor etwa 2 Millionen Jahren bis heute
