Entwicklung der Gefäßpflanzen: Permzeit (vor 295 bis 250 Millionen Jahren)

Eine einmalige Glossopteris-Flora (“Zungenfarn”-Flora) entwickelte sich auf dem Superkontinent Gondwana, der zur Permzeit auf der südlichen Halbkugel lag. Es handelt sich um weiterentwickelte Farne mit unterschiedlichen Formen und Größen. Überreste der Glossopteris-Population auf Gondwana findet man heute auf dem akrikanischen, amerikanischen und australischen Kontinent als Pflanzenfossilien wieder. Sie bilden den materiellen Beweis der Kontinentalverschiebung. Glossopteris steht den Nadelbäumen nahe und kann auch als Vorfahre der Cycas (“Palmfarne”), Araukarien und Blütenpflanzen angesehen werden.

Die bereits aus dem Karbon bekannten Schachtelhalme, wie Calamites und Baumfarne, Tietia, entwickelten sich im Perm weiter, während andere Pflanzengruppen allmählich ausstarben.

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Baumfarn Tietia singularis, aus dem Perm von Brasilien

Weitere wichtige Fossilien aus dem Perm sind Walchien. Walchia piniformis gehörte zu den ersten Koniferen und bildete bereits Zapfen aus. Zusammen mit baumartigen Farngewächsen der Gattung Callipteris bildeten sie lichte Wälder.

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Die ersten Konferen, wie diese Walchia piniformis, standen in lichten Wäldern der Permzeit

Callipteris confecta ist ein Überrest eines baumartigen Farngewächses aus der Permzeit (Rotliegendes) von D-Ruppersdorf

Callipteris confecta ist ein Überrest eines baumartigen Farngewächses aus der Permzeit (Rotliegendes) von D-Ruppersdorf

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