Entwicklung der Gefäßpflanzen: Kreidezeit (vor 135 bis 65 Millionen Jahren)

Gegen Mitte der Kreidezeit lösten die Bedecktsamer die Nacktsamer ab. Im Unterschied zu den Nacktsamern, deren Samenanlage offen auf den Fruchtblättern sitzen, sind die Samenanlagen der Bedecktsamer generell von den miteinander verwachsenen Fruchtblättern umhüllt, welche sich während der Reifung zu einer Frucht umwandeln. Dieses Prinzip dient dem Schutz des Samens, zudem ermöglicht die Gestalt der Früchte neue Transportmöglichkeiten: so gibt es u.a. Schwimmfrüchte, Flugapparate, Früchte, die sich in Tierfellen verhaken oder deren Fleisch von Vögeln gefressen wird, während die Samen unverdaut bleiben.

Der Vorteil der Bedecktsamer war so groß, dass sie schnell alle Lebensräume besiedelten und so den grünen Teppich der Nacktsamer und Sporenpflanzen mit ihren Düften und Farben bereicherten. Zu den ersten Blütenpflanzen zählten vor allem verholzende Gewächse wie Magnolien, Weiden, Pappeln und Ahornbäume. Neuseeland, das seit 100 Millionen Jahren abseits liegt, besitzt heute noch eine Pflanzenwelt, die derjenigen der Kreidezeit nahe steht.

Konifere La Calamine B

Stammstück eines Nadelbaumes aus der Oberkreide von La Calamine

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