Dauerausstellung (wegen Umbau bis Ende 2016 geschlossen)

Der komplette Umbau der Dauerausstellungen begann im August 2015. Die neugestalteten Säle mit neuen Themen werden voraussichtlich Ende 2016 dem Publikum ihre Pforten wieder öffnen.

Das ‘natur musée’ hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Interesse für die Umwelt zu wecken und den Naturschutz zu unterstützen. Die Ausstellungen sollen dem Besucher helfen komplizierte Vorgänge in der Natur besser zu verstehen.

Die Aufteilung der Themen erfolgt nicht mehr nach wissenschaftlichen Disziplinen, sondern nach Fragen, die einen Menschen des ausgehenden 20. Jahrhunderts beschäftigen. Das ‘natur musée’ versucht Antworten zu geben.

Wer bin ich ? – Der Mensch, ein Produkt der Entwicklung, wird hier ständig in Frage gestellt.

Wo lebe ich ? – Die filmische Aufarbeitung unserer wichtigsten Landschaftstypen, die Entdeckung der dort lebenden Fauna und Flora, sowie die Darstellung der Hauptmerkmale der einzelnen Regionen unseres Landes beantworten die Frage des Besuchers.

Wo komme ich her ? – Die Antwort liegt in der Erforschung der Vergangenheit : die Fossilien sind die Zeugen der Entwicklung des Lebens, Mineralien erlauben uns die Entstehung der Erde zurückzuverfolgen und die Spektren der Sterne helfen den Anfang des Universums zu verstehen.

Wie lerne ich den Sinn der Dinge zu erfassen ? – Hat es ein Thema dem Besucher besonders angetan, sucht er nach Erklärungen. In allen Sälen fordern ihn nun interaktive Spiele und Multimediaelemente zum Beobachten, Anfassen und Experimentieren auf.

Eine Führung durch die Ausstellungen

Im Saal ‘Wer bin ich ?’ sieht sich der Besucher anderen Menschen gegenüber. Hier lernt er sich selbst und sechs Milliarden Menschen besser kennen.

  • Ein wichtiges Kettenglied des natürlichen Gleichgewichts !
  • Ein Mensch unter bald sechs Milliarden !
  • Alle verwandt, und doch verschieden !
  • Eine Anhäufung von Zellen !

Mehrere interaktive Multimediaelemente befinden sich rund um den zylinderförmigen Informationskiosk, der sich über zwei Stockwerke erstreckt. Sie helfen dem Besucher die oft komplizierten Vorgänge im Körper besser zu verstehen.

‘Unsere Landchaften’ stellt dem Besucher die typischen Landschaften Luxemburgs vor. Unsere Wälder, Wiesen und Felder sowie Städte, Dörfer und Industriegebiete werden auf drei Großleinwänden vorgestellt. Drei Ausstellungsvitrinen über die Biotope der Hochwälder, der Hecken und der Mauern machen auf ihre oft vom Aussterben bedrohte Fauna und Flora aufmerksam.

Die verschiedenen Umweltfaktoren (Meteorologie, Bodenstruktur, Mineralgehalt, Fauna und Flora, …) stehen in einem engen Verhältnis zueinander. Im Saal der ‘Entdeckungen’ wird der Besucher zum Forscher, der seine Umwelt und die sie bestimmenden Faktoren durch eine genaue Beobachtung von Terrarien, durch das Studieren von Bodenproben und durch das Bestimmen von wichtigen Lebewesen entdeckt.

‘Unsere Regionen’ stellt dem Besucher die vier Regionen des Großherzogtums mit ihren Bodenschätzen, sowie ihrer Fauna und Flora vor. Mit Hilfe einer Datenbank kann der neugierige Besucher sein Wissen über seine Region, seine Gemeinde, sein Dorf vervollständigen.

Eine erneute Infragestellung des Menschens erfährt der Besucher im ersten Stockwerk.

  • Der Mensch, ein Tier unter anderen ?
  • Das einzige intelligente Wesen ?
  • Der letzte meiner Art ?

Die museologischen und audiovisuellen Elemente zeigen dem Besucher, dass die Zeit, die der Mensch auf der Erde verbringen darf, von seiner Einstellung zur Umwelt abhängig ist.

Der Besucher wird nun zum Zeitreisenden. Er kehrt in die Vorgeschichte zurück, zum Anfang der Menschheit, zu den ersten Säugetieren, zu den Dinosauriern, zu den ersten Wirbeltieren, bis hin zu den ersten Zellen. Die Fossilien und die Modelle von früher lebenden Tieren untermalen den Weg durch die Evolution des Lebens. Wichtige Mechanismen der Evolution werden anhand von Vitrinen zum Thema der Anpassung der Säugetiergliedmaßen, der Entwicklung der Ammonshörner und der lebenden Fossilien erklärt.

Die ersten Lebensspuren vor 3.800 Millionen Jahren bilden den Übergang zum nächsten Saal : Unsere Erde, ein unruhiger Planet. Kontinente verschieben sich, tektonischen Platten tauchen auf und verschwinden wieder, die Erdkruste birst, Vulkane brechen aus. Diese Phänomene haben während Milliarden von Jahren die Welt verändert, Massenaussterben verursacht, aber auch zum Ursprung des Lebens und des Menschen beigetragen.

Der letzte Aufenthalt entführt uns noch weiter in Zeit und Raum. Der Besucher verläßt die Erde, studiert den Einfluß des Mondes und der Sonne auf unseren Planeten und wird sich mehr und mehr der Winzigkeit unseres Sonnensystems im Universum bewusst.