Michael Benson’s Otherworlds (13. Oktober 2018 – 6. Januar 2019)

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Io vor Jupiter. Foto : Michael Benson

Michael Benson konzentriert sich mit seinem Werk auf den Schnittpunkt von Kunst und Wissenschaft. Der US-amerikanische Künstler, Autor und Filmemacher hat in den letzten zehn Jahren seine Fotografien von Planetenoberflächen im Rahmen immer umfangreicherer Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert. Benson verwendet für seine Werke die Rohdaten aus einschlägigen wissenschaftlichen Archiven. Indem er die Einzelbilder der Raumsonden bearbeitet, neben- und übereinanderlegt, entstehen nahtlose, großformatige, chromogen entwickelte Digitalbilder von Landschaften, die sich dem direkten menschlichen Zugang bisher entzogen haben. Seine Bilder vermitteln uns nicht nur einen nachhaltigen Eindruck von diesen außerirdischen Landschaften, sondern verdeutlichen auch, dass das visuelle Vermächtnis aus sechzig Jahren robotergesteuerter Planetenforschung auch ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der Fotografie darstellt. Benson ist darüber hinaus ein preisgekrönter Filmemacher, dessen Arbeiten Elemente aus Fiktion und Dokumentarfilm beinhalten. Benson hat sechs Bücher geschrieben. Sein letztes trägt den Titel Cosmigraphics: Picturing Space Through Time.

Zudem hat er zahlreiche Reportagen und Leitartikel verfasst, unter anderem für The New Yorker, The New York Times, The Washington Post und The Atlantic. Für ein Buch und eine Ausstellung mit dem Titel Nanocosmos arbeitet er derzeit an einem Rasterelektronenmikroskop. Benson ist Mitglied des New York Institute of the Humanities, Gastwissenschafter am MIT Media Lab und „Advocate for Curiosity“ des Weizmann-Instituts für Wissenschaften.

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