UNexpected Treasures. Das Kulturerbe Luxemburgs stellt sich vor

Die Sammlungsbestände der staatlichen Kulturinstitute* Luxemburgs stellen ein einzigartiges Kulturerbe dar, das nicht nur den Instituten, sondern allen Bürgern gehört.

Für diese Ausstellung im Rahmen des Europäischen Kulturerbjahres öffneten die staatlichen Kulturinstitute die Türen ihrer Sammlungsräume und präsentieren erstmals gemeinsam wahre Schätze aus ihren Beständen. Es ist eine kleine Auswahl, stellvertretend für insgesamt Millionen Objekte, die im Laufe der Jahrzehnte zusammengetragen wurden.

Unterteilt in acht Hauptthemen, bietet die Ausstellung die Möglichkeit, sich Luxemburg und seinem kulturellen Erbe auch durch eine Reflexion über die Sammlungs- und Konservierungspraktiken in den einzelnen Kulturinstituten zu nähern und die sozialen und kulturellen Kontexte, in die die Objekte eingeschrieben sind, zu verstehen.

Entdecken Sie die Ausstellung in einem 3D Rundgang.

Mit Unterstützung des Kulturministeriums

Spurensuche im Schatten der Geschichte

Wie kamen die Gegenstände zu uns, warum sind sie hier, aus welchen Rohstoffen wurden sie hergestellt, was bedeuten sie? Die Geschichte der Objekte und ihres Weges zu uns in die Sammlungen und Archive ist absolut wichtig.

Das sich wandelnde Portrait eines Landes

Wie der Außenwelt ein Land erklären, das sich einer großen Vielfalt auf kleinem Raum rühmt? Im Laufe der Jahrzehnte ändert auch die Selbstwahrnehmung. In den Sammlungsbeständen der Museen, Bibliotheken und Archive spiegelt sich die geistige und die materielle Auseinandersetzung der Bürger mit ihrer natürlichen, kulturellen und zivilisatorischen Umwelt wider.

Forschen – Restaurieren – Publizieren

Museumssammlungen und Archiven sind unumgänglicher Bestand moderner Forschungsinfrastruktur. Für Wissenschaftler stellen sie eine Fundgrube wertvollen Materials über die Geschichte der Natur und des Menschen dar.

Naturgeschichten

Botanische oder zoologische Sammlungsobjekte sind daher unveränderbare Belege für das Vorkommen einer Art an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit. Sie stellen Momentaufnahmen der evolutiven und ökologischen Zustände zu einer bestimmten Zeit dar. Jedes einzelne der Millionen Sammlungsobjekte hat seine eigene Geschichte. Keines dieser Individuen ist ersetzbar.

Achtung: Das Objekt ist nicht alles!

Der Begriff des immateriellen Erbes stellt die Überlegungen über unser kulturelles Erbe in ein neues Licht. Er umfasst künstlerische, technische und wissenschaftliche Praktiken, deren materieller Gegenstand nur das sichtbare Medium ist.

Zeugen der Geschichte

Die Gegenstände, die in den Museen und Archiven zu sehen sind, dürfen fast immer für sich in Anspruch nehmen, dass sie “echt” sind und häufig sogar bedeutsame, mitunter einmalige Originale darstellen. Viele dieser Originale sind mit bedeutenden Namen verknüpft, sind wichtige Zeugnisse für Entwicklungen und historische Ereignisse.

Eine Sammlung entsteht

Sammlungsobjekte sind das Ergebnis wissenschaftlicher Neugier und musealen bzw. archivarischem Ehrgeizes. Sie alle werden gesammelt, beforscht oder gezeigt, um Lücken im Wissen zu füllen, um bestimmte Fragen zu beantworten oder Zusammenhänge zu veranschaulichen.

Sprache und Leute

Als eine vor allem gesprochene Sprache in einem regional begrenzten Raum verfügt das Luxemburgische auch über seine eigene Literatur. Spuren der luxemburgischen Sprache lassen sich in den Sammlungen der Bibliotheken, Archive und Museen in Luxemburg bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Die Entwicklung des Luxemburgischen vom Dialekt bis zur Nationalsprache lässt sich mit Hilfe von vielen Dokumenten und Schriftstücken erforschen, die hier aufbewahrt werden.

Es wäre falsch, davon auszugehen, dass diese Ausstellung nur ästhetische, kostbare und ungewöhnliche Gegenstände zeigt. Ausstellungsstücke lassen sich ohnehin kaum nach ihrem Gebrauchswert oder ihrem materiellem Wert messen. Herkunft und Aussagekraft spielen eine ebenso große Rolle. Auch hat jedes Sammlungsobjekt seine eigene Geschichte, einige sind sogar besonders spannend, amüsant oder aufschlussreich. Nun wird niemand hier alles finden, was er sich erhofft, aber viele werden bestimmt irgendetwas finden, was sie anspricht.

Lassen Sie sich überraschen!

Zur Ausstellung in luxemburgischer und englischer Sprache besteht eine gratis Broschüre in deutscher und französischer Sprache.

Ausstellung vom 18. April bis 26. August 2018; Ausstellungskommissar: Patrick Michaely, Nationalmuseum für Naturgeschichte

*ARCHIVES NATIONALES, BIBLIOTHÈQUE NATIONALE, CENTRE NATIONAL DE L’AUDIOVISUEL, CENTRE NATIONAL DE LITTÉRATURE, CENTRE NATIONAL DE RECHERCHE ARCHÉOLOGIQUE, MUSÉE DRÄI EECHELEN, MUSÉE NATIONAL D’HISTOIRE ET D’ART, MUSÉE NATIONAL D’HISTOIRE NATURELLE, SERVICE DES SITES ET MONUMENTS NATIONAUX

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