Die Katze des Monats: Die Falbkatze oder Wie der Mensch zur Katze kam

In Europa, und natürlich auch in Luxemburg, lebt die Unterart Europäische Wildkatze, in Nordafrika und dem Nahen Osten die Unterart Afrikanische Wildkatze oder Falbkatze. Genetische Analysen haben gezeigt, dass alle heutigen Hauskatzen von dieser Afrikanischen Wildkatze abstammen und dass die Hauskatzen mit Hilfe des Menschen in die ganze Welt gelangten.

Mäuse in der AusstellungWahrscheinlich gelang es mehreren Kulturen gleichzeitig, sich vor tausenden Jahren im Fruchtbaren Halbmond mit diesen Katzen anzufreunden. Die ersten großen menschlichen Ansiedlungen boten nämlich einigen Tieren eine ganz neuartige Umwelt und somit neue Überlebensmöglichkeiten. Anpassungsfähige und neugierige Tiere konnten ihre Scheu überwinden, um hier Schutz und Nahrung zu finden. Die Hausmaus (Mus musculus) erfüllte diese Voraussetzungen und wurde so zum großen Ärgernis dieser frühen Bauern. Glücklicherweise gelang es der afrikanischen Wildkatze, der Falbkatze (Felix silvestris lybica), ihre Scheu vor den Menschen zu überwinden. Ohne Katzen wären die Ernten größtenteils den Mäuseplagen zum Opfer gefallen.

Wie der Mensch zur Katze kamAuch in Ägypten brachten regelmäßige Nilüberschwemmungen gute Ernten ein, waren aber unberechenbar, so dass Hungersnöte jedes Jahr auftreten konnten. Um dem vorzubeugen, wurden riesige Speicher mit Getreide gefüllt – ein Schlaraffenland für Mäuse und deren natürlichen Feind: die Falbkatze. Die ägyptischen Bauern stellten schnell fest, wie geschickt diese Katzen beim Jagen waren und so lockten sie die Katzen ganz bewusst immer näher an die Häuser.

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