Wissenschaftliches Kolloquium: Für Naturschutz begeistern (24/10/2017)

kolloquiumWie in den vergangenen Jahren organisieren natur&ëmwelt a.s.b.l., die Wasserwirtschaftsverwaltung, die Naturverwaltung und das Nationalmuseum für Naturgeschichte ein wissenschaftliches Kolloquium, welches unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, des Ministeriums für Kultur und des Ministeriums für Landwirtschaft, Weinbau und Verbraucherschutz steht.

Wie kann Begeisterung ausgelöst werden? Welche Art von Kommunikation bewirkt eine zielführende Verhaltensänderung? Wie können psychologische Erkenntnisse über Wissen, Einstellungen, Emotionen und Motivation erfolgreich in der Naturschutzarbeit eingesetzt werden? Information und Sensibilisierung für den Naturschutz sind Alltagsgeschäft für Behörden, Syndikate, Naturschutzorganisationen mit ihren freiwilligen Mitarbeitern sowie für Gemeinden. Ihre Botschaften treffen jedoch regelmäßig auf heftige Gegenwehr, bei Landwirten und Grundbesitzern, Anwohnern und weiteren Interessensgruppen. Kommunikationswege und -techniken gibt es im Überfluss, aber wie wirksam eine Kommunikation ist, ist kaum messbar. Möglichkeiten zur erfolgreichen Kommunikation, Erfahrungen, Probleme und Lösungen werden Gegenstand der kommenden Veranstaltung sein.

Das Kolloquium spricht ein Publikum aus Ökologie, Naturschutz, Wasser-, Forst- und Landwirtschaft an. Es richtet sich an alle Personen, die sich aus beruflichem oder privatem Interesse für den Natur- und Umweltschutz einsetzen sowie mit der Vermittlung und Kommunikation von naturschutzfachlichen und wissenschaftlichen Inhalten betraut sind (wie etwa Gemeinden, lokale und nationale Behörden, wissenschaftliche Einrichtungen, Forschungsinstitute, Vereine, Schüler und Studenten dieser Bereiche, usw.).

Programm

Moderation: Dr. Laurent Schley (beigeordneter Direktor Naturverwaltung)

08:30 Empfang und Registrierung

09:00 Begrüßung
Alain Faber (Direktor Nationalmuseum für Naturgeschichte)

09:15 Für Naturschutz begeistern – Wieso, Weshalb, Warum?
Joseph Rodesch (Luxembourg National Research Fund)

09:35 Menschen verstehen – Naturschutz vermitteln: Die Nutzung psychologischer Erkenntnisse für die Naturschutzkommunikation
Dr. Frank Wichert (BfN, Abteilung für Grundsatzangelegenheiten des Naturschutzes, Bonn)

10:15 Pause

10:55 Online-Kommunikation einer Verbandsorganisation am Beispiel des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)
Daniel Hundmaier (NABU Bundesgeschäftsstelle, Berlin)

11:35 Unternehmen und Biologische Vielfalt – Hilfestellung für einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen
Andrea Peiffer (European Business and Biodiversity Campaign, Global Nature Fund, Bonn/Radolfzell)

11:55 Die Sicht der Anderen kennen – Basis für gute Partizipationsprozesse
Johannes Maurer (suske consulting, Projekt Komm-Natura, Wien)

12:15 Abschluss der Vortragsreihe

12:30 Gesprächiges Mittagessen

14:00 Workshops unter Expertenanleitung – Einführung

  • Was kann ich tun, damit alle mitreden?
    Johannes Maurer (suske consulting, Wien)
  • Geschichtenerzähler des Wandels? Entertainment-Education für Umwelt- und Naturschutz
    Julia-Lena Reinermann (Universität Duisburg-Essen, Institut für Kommunikationswissenschaften)
  • Naturschutz nachhaltig kommunizieren in der Pressearbeit
    Dr. Marie-Luise Braun (agentur wortgewandt, Osnabrück)
  • Wie schaffen wir die affektiven Grundlagen für wirkungsvolle Umweltkommunikation? Einführung in emotionale Bildung für nachhaltigen Konsum
    Pascal Frank (Leuphana Universität Lüneburg, Institut für Umweltkommunikation)

14:10 1. Workshop-Block

15:00 2. Workshop-Block

15:45 Pause

16:15 Gemeinsame Abschlussrunde

16:45 Abschluss des Kolloquiums
Dr. Jean-Paul Lickes (Direktor Wasserwirtschaftsverwaltung)

Anmeldung

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