Konferenz: Todeszonen im Jura-Meer (30/3/2017)

Todeszone im Jura-Meer

Schwarzschiefer des Hettangium (unterster Lias) an der Küste von Somerset (England)

Die Association Géologique du Luxembourg lädt am Donnerstag, dem 30. März um 18 Uhr zur Konferenz Todeszonen im Jura-Meer mit Dr. Bas van de Schootbrugge, Utrecht University, Niederlande, ein. Der Eintritt ist frei.

Heutzutage beeinflusst der Mensch durch den Ausstoß von Treibhausgasen und Umweltverschmutzung die Kreisläufe der Meere. Die globale Erwärmung führt zu einer langsameren Meereswasserzirkulation und somit zu geringerer Aufnahme von Sauerstoff. Die Abschwemmung von Phosphaten und Nitraten in unsere Meere verursacht Algenblüten und in Folge sauerstoffarme Todeszonen (anoxische Zonen) für die Bodenbewohner. Noch extremere Bedingungen herrschten seit etwa 200 Millionen Jahren in der Jura Zeit. Europas Flachmeere waren geprägt von immer wiederkehrenden Anoxien. Fossilien in Schwarzschieferablagerungen, z.B. in den bituminösen Posidonienschiefern, die auch in Luxemburg weit verbreitet sind, zeigen uns, dass Schwefelbakterien, und damit verbunden giftiger

Schwefelwasserstoff und Anoxien, über verschiedene Zeitspannen hinweg in den Meeren vorherrschten. Im Vortrag werden Szenarien diskutiert, die in der Vergangenheit zu diesen anoxischen Verhältnissen geführt haben. Es wird gezeigt, welche physikalischen, chemischen, und biologischen Wandel die Ozeane durchlaufen haben, und welche Lehren wir daraus für heute und für unsere Zukunft ziehen können.

Org.: Association Géologique du Luxembourg

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