Neuerscheinung: Ferrantia 75

Roland Proess (Hrsg.),  2016

Verbreitungsatlas der Amphibien des Großherzogtums Luxemburg

Ferrantia 75, Musée national d’histoire naturelle, Luxembourg, 112 p.

Erscheinungsdatum: 15. Oktober 2016

Preis: 15 €

Kompletter Text (PDF)

Zusammenfassung

Ferrantia 75Ein erster Verbreitungsatlas der Amphibien des Großherzogtums Luxemburgs wurde im Jahr 2003 publiziert. Seither, und insbesondere ab dem Jahr 2010, wurden durch intensive Geländearbeit und den Einsatz neuer Erfassungsmethoden (Molchreusen) zahlreiche neue Daten zur Verbreitung der einzelnen Arten erhoben. Im vorliegenden Verbreitungsatlas werden diese neuen Erkenntnisse zusammengefasst. Die einheimische Amphibienfauna Luxemburgs umfasst zurzeit 13 Taxa: Feuersalamander, Bergmolch, Teichmolch, Fadenmolch, Kammmolch, Geburtshelferkröte, Gelbbauchunke, Erdkröte, Kreuzkröte, Europäischer Laubfrosch, Grasfrosch, Kleiner Wasserfrosch und Teichfrosch. In Artkapiteln werden Merkmale, aktuelle und historische Verbreitung (in Luxemburg und der Großregion), Biologie, Ökologie, Gefährdung und Maßnahmen zum Schutz dieser Arten beschrieben. Rasterkarten mit einem Raster von 5 x 5 km stellen ihre Verbreitung grafisch dar. Dabei werden drei Fundzeiträume unterschieden: Nachweise bis 1996, von 1997 bis 2003 und von 2004 bis 2015. In einem speziellen Kapitel werden acht weitere Amphibienarten behandelt, die entweder in Luxemburg nicht einheimisch sind (Seefrosch), bislang nur einmal mit Sicherheit nachgewiesen wurden (Westlicher Schlammtaucher), seit langem ausgestorben sind (Knoblauchkröte) oder die in der Literatur für Luxemburg erwähnt werden, für deren Vorkommen es aber keine Beweise gibt (Springfrosch, Wechselkröte, Moorfrosch, Rotbauchunke, Alpensalamander). Weitere Kapitel beschäftigen sich mit der Erforschung der Amphibienfauna Luxemburgs im historischen Kontext, den gesetzlichen Grundlagen des Amphibienschutzes, sowie konkreten Amphibienschutzmaßnahmen. Eine neue Rote Liste der Amphibien Luxemburgs wird vorgestellt: neun Arten gelten als ungefährdet (Feuersalamander, Bergmolch, Teichmolch, Fadenmolch, Kammmolch, Erdkröte, Grasfrosch, Kleiner Wasserfrosch und Teichfrosch), eine Art (Knoblauchkröte) gilt als ausgestorben, drei Arten (Gelbbauchunke, Kreuzkröte, Europäischer Laubfrosch) gelten als stark gefährdet und eine Art (Geburtshelferkröte) wird in die Vorwarnliste eingestuft.

Zu den Aufgaben des Museums in Rahmen seiner wissenschaftlichen Tätigkeiten gehört auch die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse seiner Mitarbeiter. Schon in den 50er Jahren verteilte das Museum thematische Serien von Sonderdrucken zu den verschiedenen Bereichen der Naturwissenschaften.

Die Serie “Travaux scientifiques du Musée national d’histoire naturelle” entstand nach der Gründung des “Centre de recherche scientifique sur l’environnement naturel” und der damit verbundenen Aufnahme zahlreicher freiwilliger wissenschaftlicher Mitarbeiter, um deren wissenschaftliche Erkenntnisse verbreiten zu können.

Der erste Band mit dem Titel “Atlas provisoire des insectes du G.-D. de Luxembourg – Lepidoptera” von M. Meyer und A. Pelles erschien 1982. Es folgten bis 1999 insgesamt 32 Bände unterschiedlichen Umfangs.

Um den Anforderungen an eine moderne wissenschaftliche Serie besser gerecht zu werden, geschah dann eine grundlegende Erneuerung. So erschien im Dezember 2002 der Band 33 mit neuem Layout, verbessertem Design unter dem Namen FERRANTIA., zu Ehren des Naturforschenden und ersten Konservators des Museums, V. Ferrant (1856-1942). Ferrantia erscheint in unregelmäßigen Abständen etwa 4 Bände pro Jahr.

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