1,2 Millionen Datensätze für Schutz und Erforschung der Biodiversität!

Foto Collectoins ObservationsDas Nationalmuseum für Naturgeschichte verwaltet die Datenbank der Biodiversität in Luxemburg, mit über 1.200.000 Datensätzen zu Beobachtungen von Pflanzen, Tieren und Pilzen. Im Datenportal des Museums werden die Daten für die Öffentlichkeit bereitgestellt und können über Internet frei abgefragt und angesehen werden. Das Museum ist auch dabei seine botanischen, zoologischen sowie die Fossilien- und Mineraliensammlungen zu digitalisieren, um sie auf Internet zu präsentieren.

Anhand der Informationen aus der Datenbank sehen die Wissenschaftlern des Museums, wo die Arten im Land verbreitet sind und können ermessen, ob ihre Bestände zu- oder abgenommen haben. Sie können so Verbreitungsatlasse oder Rote Listen von gefährdeten Arten mean no of observations per yearerstellen, die ein wichtiges Instrument für den  Schutz der Arten sind. Über die letzten zehn Jahre wurden pro Jahr durchschnittlich 43.000 Datensätze in die Datenbank aufgenommen, wovon 4% Beobachtungen von gefährdeten und gesetzlich geschützten Arten waren.

Die Daten der Biodiversitätsdatenbank sind unerlässlich für alle Projekte in der Landschaftsplanung oder im Naturschutz und werden regelmäßig von den Planungsbüros  angefragt. Neben dem Schutz der Arten dienen sie aber auch der wissenschaftlichen Forschung. Sie werden in das weltweite Internetportal GBIF (Global biodiversity information faclity) eingespeist, wo Museen und Forschungsinstitute der ganzen Welt ihre Daten zusammenbringen. So können zum Beispiel Hotspots der Biodiversität ausfindig gemacht, die Auswirkungen des Klimawandels auf Arten modelliert, oder die Wirksamkeit von Artenschutzprogrammen überwacht werden. In einer rezenten Studie hat GBIF Beobachtungsdaten von über 50.000 Arten untersucht und herausgefunden, dass im Jahr 2080 das Verbreitungsgebiet von über der Hälfte and mehr als einem Drittel der Tiertaren auf die Hälfte schrumpfen wird, wenn nichts gegen Klimawandel unternommen wird. Pflanzen, Reptilien und vor allem Amphibien seien am meisten betroffen.

DSCN1957Die Daten des Museums werden nicht nur von den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Museums gesammelt, sondern stammen auch von privaten und öffentlichen Organisationen im Umweltbereich. Außerdem kann jeder der sich für die Natur interessiert zum Naturbeobachter werden und sich an der Erfassung der Tier und Pflanzenwelt Luxemburgs beteiligen (data.mnhn.lu).

 

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