Heimliche Untermieter (01.06.02-13.10.02)

Spinnen, Schaben, Flöhe, Läuse, Ratten und Mäuse: alles ungebetene Gäste, die man am liebsten nicht sehen möchte. Das ‘natur musée’ stellt nun in einer neuen, wirklich ungewöhnlichen, Sonderausstellung die wahre Welt der Schädlinge und Ekeltiere vor.

Aber Achtung: “Schädling” ist kein zoologischer Begriff, es ist eine menschliche Erfindung. Vom Standpunkt vieler Lebewesen aus könnten ebensogut wir die Schädlinge sein. Es sind immer die Menschen selbst, die andere Tiere aus ihrer Sicht zu “Schädlingen” machen. Mit unserer Kultur und Lebensweise bieten wir Voraussetzungen und ökologische Nischen für bestimmte Tierarten, die dann – vor allem bei Massenauftritt – tatsächlich Schaden anrichten können.

Der Mensch wird immer mit seinen “Schädlingen” leben müssen. Das Schadensspektrum reicht vom Wanzenstich über die Verbreitung von Krankheitskeimen, massive Ernteverluste durch Vorratsschädlinge, zerfressene Bibliotheken bis zum Absturz ganzer Computersysteme durch zerfressene Kabel.

Die technische und urbane Zivilisation bietet dem “Ungeziefer” immer wieder neue Lebensräume. Insbesondere die aus den tropischen Gebieten nach Europa eingeschleppte Schaben und “Motten” können dank dem künstlichen Klima von Großbäckereien, Krankenhäusern, Waschküchen oder geheizten Wohnungen auch bei uns überleben.

Die Ausstellung ermöglicht es, ungewollte und ungebetene Hausgäste kennenzulernen. Nebenbei werden Tipps und Tricks verraten, wie man ihnen am besten aus dem Weg geht oder es sogar ganz vermeiden kann, sie je aus dem eigenen Haus jagen zu müssen.

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