Ausstellung Gold (19.12.01-14.04.02)

Gold: hinter diesem Wort verbergen sich unzählige Andeutungen. Nichts, was mit Gold zu tun hat, lässt einen gleichgültig, so dass sich im Laufe der Menschheitsgeschichte um dieses Wort herum ein erstaunliches Gebilde aufbaute, dessen Fassade Glanz versprüht, in dessen Innerem aber auch die pure Not herrscht.
Die Geschichte des Goldes beginnt jedoch nicht erst mit der Ankunft der ersten Menschen auf der Erde, sondern sie ist um vieles älter. Das Gold hat in der Tat eine sehr interessante geologische Vergangenheit.

Demnach eine ganze Reihe von Besonderheiten, die es lohnen sich Zeit zu nehmen für die neue Sonderausstellung, die vom 19. Dezember 2001 bis 14. April 2002 im ‘natur musée’ in Luxemburg zu sehen ist und die Natur- und Kulturgeschichte des Goldes präsentiert.
Hier werden Ihnen die schönsten der unzähligen Geschichten und Legenden rund um dieses Edelmetall erzählt, das auf den menschlichen Geist eine unwiderstehliche Anziehungskraft wegen seiner Farbe, seiner Seltenheit, seiner Erhabenheit und seinem Symbolwert ausübte.

Gold ist aber vor allem ein chemisches Element mit chemischen, physikalischen und mineralogischen Eigenschaften. Wie erkennt man Gold? Warum häuft sich Gold an manchen Plätzen in größeren Mengen an als in anderen? In welchen Gesteinsformationen findet man Gold? Einige Fragen also, auf die Sie in der Ausstellung dank einer modernen und interaktiven Museologie eine Antwort finden. So lädt zum Beispiel eine detailgetreue nachgebaute Goldmine in Originalgröße zum Eintritt ein.

Gold ist auch eine Ware. Es ist Zeichen nationalen Wohlstands, diente als Standard für viele Währungen, erlaubt den Wertaustausch zwischen Ländern, ist Wertreserve der öffentlichen Macht und Fluchtwert für Privatersparnisse. Als Symbol mit mehreren Facetten, bindet es das Interesse und erzwingt Engagement. Auch die vom Gold ausgelösten Widersprüche verlangen nach Erklärung. Gold ist Synonym für Reichtum und trotzdem stagnierte seine Förderung aus nicht technischen Ursachen während langer Zeit; desweiteren besitzen oft goldfördernde Länder kein eigenes Gold. Man sagt, dass Goldreserven notwendig sind, jedoch gibt es eine Reihe von Nationen, die fast überhaupt keine besitzen. Andersrum, obwohl die internationalen Währungsinstanzen beschließen jede Anbindung ihrer Währung ans Gold zu bannen, besitzen die meisten der Staaten große Mengen. Eines der gesteckten Ziele der Ausstellung ist es demnach die permanenten Eigenschaften dieses Produktes herauszuschälen und es von seiner populären Ummantelung zu lösen.

Die sozialen, ökonomischen und ökologischen Konsequenzen des weltweiten Goldrausches, das Gold im Schmuckwarenhandel und das Gold in der klassischen und modernen Kunst sind weitere Themen der Ausstellung. Dank der Zusammenarbeit mit vielen nationalen und internationalen Institutionen, haben die Besucher die Gelegenheit wertvolle Sammlungsstücke und außergewöhnliche Kunstwerke zu bewundern.
Die Ausstellung wird von einem breitgefächerten Rahmenprogramm, das Führungen, Workshops und Konferenzen beinhaltet, begleitet.

vergangene Ausstellungen |