Grüner Wall im Westen (15.03.12-29.04.12)

Zwischen 1936 und 1940 wurde auf Befehl der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entlang der ehemaligen westdeutschen Reichsgrenze der sogenannte Westwall errichtet. Zwischen Kleve und Basel entstanden an der Befestigungslinie rund 17.000 Bunker. Nach dem Krieg wurden die meisten Wehranlagen durch die Besatzungsmächte gesprengt und gerieten anschließend weitgehend in Vergessenheit. Im Laufe der Jahrzehnte siedelten sich im Bereich der Befestigungsanlagen zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten an.

Die unzerstörten und teilzerstörten Bunkeranlagen haben sich im Laufe der Jahrzehnte zu wertvollen Lebensräumen entwickelt und stellen in der dicht besiedelten und intensiv genutzten Kulturlandschaft mittlerweile ein herausragendes Gerüst aus Biotopverbundelementen dar.

Die vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zusammengestellte Wanderausstellung „Grüner Wall im Westen“ informiert über die naturschutzfachliche Bedeutung des ehemaligen Westwalls, mit den Bunkern, Bunkerruinen, Stollen, Höckerhindernissen und Panzergräben.

Warum sind die Bunkerruinen so bedeutsam für Tiere und Pflanzen? Warum sind diese “Betonbrocken” überhaupt erhaltenswert? Wie tragen die Bunkerruinen zum Erhalt der Artenvielfalt bei? Diesen Fragen können die Besucher dank der Informationstafeln in der Ausstellung auf die Spur gehen.

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